Konfirmandinnen und Konfirmanden

Bei der Konfirmation bekennen sich Jugendliche oder Erwachsene kraft ihrer Taufe mit dem Glaubensbekenntnis öffentlich zu ihrem Christsein. Sie bekräftigen ihren Entschluss, als Glieder der christlichen Gemeinde im Glauben bleiben und wachsen zu wollen. Die Konfirmation steht grundsätzlich allen Jugendlichen zur Verfügung. Die Arbeit mit heterogenen Gruppen ist allerdings Bereicherung und Herausforderung zugleich, nicht nur, aber besonders auch in der Konfirmandenzeit. Fragen zur methodisch-didaktischen Umsetzung, zur Assistenz und zur Barrierefreiheit müssen beantwortet werden. Gleichzeitig bietet sich die besondere Chance sich den Themen des Glaubens und der Kirche nicht nur mit dem Geist, sondern mit dem ganzen Körper zu nähern. Wir wollen Sie ermutigen, sich in Ihrer Gemeinde Mitstreiter:innen und Mitarbeiter:innen für solch lohnenswertes Projekt zu suchen.

Jugendliche laufen auf Wiese in einer Art Parcour

Handreichungen

Verschieden und doch gemeinsam. Momentaufnahmen inklusiver Arbeit

Cover Handreichung Verschieden und doch gemeinsam

Das umfangreiche Heft beschäftigt sich mit Inklusion in der KiTa, Schule, Konfirmandenarbeit, Kirchenmusik und Gehörlosenseelsorge. Sie gibt außerdem eine Einführung zum Paradigmenwechsel von der Integration zur Inklusion. Für die inklusive Konfirmandenarbeit empfiehlt die Handreichung auf Elementarisierung und auf Rituale zurückzugreifen. Auch die Einbeziehung eines Teams empfiehlt sie. Das Heft geht auch auf Elternarbeit und Gruppenprozesse ein, beschreibt verschiedene Formen der inklusiven Konfirmandenarbeit und berichtet von Beispielen und Erfahrungen aus der Praxis. Die grundsätzliche Haltung zur Inklusion und das Suchen nach individuellen Lösungen wird immer wieder hervorgehoben. 

Hrsg.: Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck (2014)

Siehst du mich?

Cover Handreichung Siehst du mich?

Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau hat eine übersichtliche Handreichung zur Inklusiven Konfirmandenarbeit herausgegeben. 

Die Handreichung wirbt für eine Inklusive Konfirmandenarbeit, ohne zu fordern. Sie möchte den Blick für die Perspektive der Jugendlichen mit Behinderungen und deren Eltern öffnen. Sie möchte motivieren, sich auf Jugendliche mit Behinderungen und deren Eltern einzulassen, und den Blick auf die Chancen und Bereicherungen für die Konfirmandenarbeit lenken.

Dazu werden Informationen und Entscheidungshilfen für eine Inklusive Konfirmandenarbeit geboten und es ist eine Liste weiterführender Literatur angefügt. Die Handreichung enthält eine Checkliste, welche einen Überblick über die betreffenden Bereiche der inklusiven Konfirmandenarbeit gibt.

Hrsg.: Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (2010)

Praxisbeispiel

Literaturhinweise

Alle Titel sind in der Bibliothek des Landeskirchenamtes ausleihbar.

  • Wolfhard Schweiker: Gemeindezentrum – Konfirmandenarbeit, in: Ralph Kunz; Ulf Liedke (Hrsg.): Handbuch Inklusion in der Kirchengemeinde, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2013, S. 293-320.
  • Andreas Schultheiß: Inklusiver Konfirmandenunterricht, in: Johannes Eurich; Andreas Lob-Hüdepohl (Hrsg.): Inklusive Kirche, Stuttgart: Kohlhammer 2011, 207-218.