Diakonische Arbeit

Drei Personen essen gemeinsam

Die Arbeit der Evangelischen Landeskirche und die Arbeit der Diakonie sind seit je her eng miteinander verbunden. In der Struktur haben sich jedoch auch zwei verschiedene Institutionen entwickelt, deren Aufgabe es immer wieder neu ist, sich miteinander zu verknüpfen. Auch die Inklusion ist eine Herausforderung, bei der eine Zusammenarbeit unabdingbar ist. 

Handreichungen

Inklusion heißt, einfach dazugehören

Christinnen und Christen sollte die Idee der Inklusion vertraut sein: Jesus hat kranke, behinderte wie auch psychisch kranke Menschen oder sozial Ausgegrenzte wie Fremde, Arme, Zöllner oder Prostituierte nicht draußen vor der Tür gelassen, sondern sie mitten hinein in die Gesellschaft geholt. Sie gehörten einfach wieder dazu.
Mittlerweile ist Inklusion Menschenrecht und geht alle Menschen an. Jeder muss und kann dafür etwas tun.
Mit dieser Broschüre wollen wir Ihnen dazu Mut machen, weitere Schritte in Richtung Inklusion kreativ zu denken und zu gehen – damit echte Teilhabe aller in unserem jeweiligen kirchlichen oder diakonischen Arbeitsfeld ein Stück näher rückt.
In der Broschüre finden sich Impulse, um miteinander ins Gespräch zu kommen, Bilanz zu ziehen und neue Schritte zu wagen!

Hrsg.: Diakonisches Werk der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsen e.V.


Teilhabe und Vielfalt: Arbeitshilfe zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention und zur Verwirklichung von Inklusion

Diese Arbeitshilfe der Diakonie Sachsen wurde bereichsübergreifend unter Beteiligung zahlreicher Praktiker:innen von den Diakonischen Einrichtungen und Diensten erarbeitet. Die Arbeitshilfe beschreibt sehr kurz das gemeinsame Inklusionsverständnis der Beteiligten und gibt praktische Tipps in Form von Checklisten, Indexfragen, Handlungsstrategien und Praxisbeispielen. Dies erfolgt jeweils in drei Themenschwerpunkten, der Bewusstseinsbildung, der Beteiligung, der Sozialraumorientierung und der Barrierefreiheit.

Dabei ist den Autor:innen besonders wichtig, dass es nicht um Ganz-oder-Gar-nicht geht, sondern um erste kleine Schritte, die Mut machen sollen, weitere Schritte zu gehen.

Die Arbeitshilfe kann Träger, Einrichtungen und Dienste und auch Kirchgemeinden bei der Erarbeitung von Aktions- und Maßnahmeplänen unterstützen, beginnend bei einer Evaluation/Reflextion, schon gelaufener Aktionen oder auch bestehender Strukturen bis hin zur Entwicklung von innovativen und passgenauen Zielen, Projekten oder auch Aktionen.

Hrsg.: Diakonisches Werk der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsen e.V.  (2017) 

Inklusion verwirklichen! Projekte und Beispiele guter Praxis

„Inklusion verwirklichen“, unter diesem Motto widmete sich die Diakonie Deutschland in den Jahren 2013/2014 schwerpunktmäßig dem Thema „Inklusion“. In den zwei Jahren wurden viele Projekte umgesetzt, Fachveranstaltungen, Umfragen und Kampagnen durchgeführt.

Diese Broschüre informiert über diese Aktivitäten. Sie enthält zahlreiche Impulse aus den unterschiedlichsten Fachbereichen/Arbeitsaufgaben des Bundesverbandes, teilweise auch in Leichter Sprache. Ausgeschmückt wird die Broschüre schließlich noch mit Praxisbeispielen, in denen unter anderem ein inklusives Bildungshaus, mehrere Wohnprojekte und Beispiele aus der Arbeitswelt vorgestellt werden, die Lust auf eigene Aktivität machen.

Hrsg.: Diakonie Deutschland (2014)

Konturen eines diakonischen Verständnisses von Inklusion

Bei den „Konturen“ handelt es sich um ein kleines Heft, welches sowohl Orientierungshilfe, als auch Positionspapier der Diakonie Württemberg ist. In acht Punkten wird ein Verständnis für Inklusion, Leitlinien und Empfehlungen beschrieben. Das Heft kann somit mit seinen kurzen Impulsen Meinungsbildung unterstützen und z.B. als Arbeitsmittel für die Überarbeitung von Leitbild oder Konzeption genutzt werden.

Hrsg.: Diakonie Württemberg (2014) 

Praxisbeispiele

Logo Farbtupfer

„Farbtupfer“ möchte die Auseinandersetzung mit dem Thema Inklusion durch den Abbau von Barrieren mit künstlerischen Methoden anregen. Es sollen Kunstwerke entstehen, die ausgestellt werden. Die Teilnehmer:innen können nach Einführung eigenständig, mit Unterstützung oder mit Anleitung durch die Projektleiter:innen arbeiten. Dabei ist jegliche Form von Kunst denkbar, die in einer Ausstellung gezeigt werden kann: Zeichnung, Malerei, Skulptur, Installation, Fotografie, Kurzfilm, Theater, Tanz, Musik oder Performance.
Die entstandenen Kunstobjekte und Darbietungen werden in einer Wanderausstellung an fünf Orten in Sachsen präsentiert und in einem Kunstkatalog vorgestellt. Durch Begleitprogramme sollen die Ausstellungen zu Orten der Begegnung werden, an denen Menschen ins Gespräch kommen und Inklusion erlebt werden kann.

Literaturhinweise

Alle Titel sind in der Bibliothek des Landeskirchenamtes ausleihbar.

  • Nicolas Albrecht-Bindseil; Ingo Franz: „Lerngemeinschaften“ – Inklusive Wohnprojekte als integrale Wesensäußerung einer sozial-diakonischen Kirche. Das Beispiel der Diakonischen Hausgemeinschaften e.V. in Heidelberg, in: Johannes Eurich; Andreas Lob-Hüdepohl (Hrsg.): Inklusive Kirche, Stuttgart: Kohlhammer 2011, 229-237.
  • Beate Hofmann: Vom „entdiakonisierten diakonischen Blick“ und seinen Konsequenzen im Inklusionsgeschehen, in: Michaela Geiger; Matthias Stracke-Bartholmai (Hrsg.): Inklusion denken: theologisch, biblisch, ökumenisch, praktisch, Stuttgart: Kohlhammer 2018, S. 279-291.
  • Johannes Eurich: Professionelle Assistenz in der Perspektive von Inklusion, in: Ulf Liedke; Harald Wagner (Hrsg.): Inklusion: Lehr- und Arbeitsbuch für professionelles Handeln in Kirche und Gesellschaft, Stuttgart: Kohlhammer 2016, 150-166.